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Tagesgeld im Aufwind? - Es ist nicht alles Gold was glänzt

Abgelegt unter Geldanlage

Es tut sich etwas bei den Angeboten für Tagesgeld und Festgeld: Nach einer langen Durststrecke kommt wieder etwas Bewegung in den Markt und die Banken heben die Zinsen an. So haben seit der Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) im April 2011 etliche Anbieter die Konditionen für ihre Anlageprodukte angepasst.

Tagesgeld und Zinsen
Zinserhöhungen Tagesgeld.
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Zinserhöhungen beim Tagesgeld gab es kürzlich etwa bei der Bank Of Scotland, der Targobank, Cortal Consors, der Volkswagen Bank und weiteren Anbietern. Den Anleger freut dies natürlich, allerdings können (wieder einmal) nicht alle Kunden gleichermaßen von den Zinserhöhungen profitieren.

So gelten einige der attraktivsten Angebote nur für Neukunden der Banken und für begrenzte Anlagebeträge. Bei Tagesgeldkonten ein mittlerweile bekanntes Spiel: Der Kunde muss mitunter häufiger den Anbieter wechseln, um langfristig Top-Konditionen zu erhalten oder sich eben mit etwas weniger zufrieden geben.

Fairerweise muss aber gesagt werden, dass auch die Zinsen für Bestandskunden bei vielen Kreditinstituten gestiegen sind. Das Problem: Nur die besten Angebote am Markt werden vermutlich ausreichen, um im Jahresdurchschnitt die derzeit steigende Inflation auszugleichen. Wer auf ein mittelmäßiges Angebot setzt, läuft daher Gefahr, real Geld zu verlieren. Kommen dann noch Steuern auf die Kapitalerträge dazu, reduzieren sich die Erträge noch weiter.

Es lohnt sich also, zumindest auf die besten Tagesgeld-Angebote am Markt zu setzen oder gleich auf alternative Geldanlagen wie Aktien zu setzen. Bei letzteren müssen Anleger dann allerdings auch sehr sorgsam auswählen. Eine gute Strategie bieten möglicherweise auch Festgelder mit moderater Laufzeit: Wer sich derzeit für 12 Monate an einen Anbieter bindet, kann Zinsen oberhalb der 2,5 Prozent Marke erhalten (etwa bei der IKB Direkt). Dies ist mehr als bei den meisten Tagesgeldkonten und nach einem Jahr kann dennoch ein neues Angebot gewählt werden, sollten die Zinsen bis dahin steigen.

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