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Interoperabilität und mobile Nutzung in sozialen Netzen

web2.0

Das mobile Internet gewinnt zunehmend an Relevanz: Immer mehr Nutzer greifen mit Endgeräten wie Handy, PDA oder Netbook auf Anwendungen und Dienste im Netz zu. Dies gilt insbesondere auch für die sozialen Netzwerke und Communities des Internet.

So gehören laut einer Studie des Browser-Anbieters Opera Soziale Netze zu den beliebtesten Anwendungen der Nutzer des "mobile web" überhaupt.Diese machen es den Anwendern bislang jedoch nicht immer einfach: Plattformübergreifende Standards und die Integration spezieller Funktionen mobiler Geräte könnten die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Netzwerke noch deutlich steigern.

Folgt man einem Bericht zur Zukunft der sozialen Netze des World Wide Web Consortium (W3C) zeichnen sich diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor allem noch durch Isolation von anderen Plattformen und einen weitgehenden Ausschluss von Nutzern mobiler Endgeräte aus. Zentrale Bedeutung kommt daher der Interoperabilität, also der systemübergreifenden Zusammenarbeit, sowie der mobilen Nutzung in sozialen Netzwerken zu.

Interoperabilität als Schlüssel zu den Problemen sozialer Netze

Auf einer technischen Ebene bedeutet der Begriff Interoperabilität die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von Systemen und Techniken auf der Basis gemeinsam genutzter Standards. Gerade diese Fähigkeit ist bei den meisten gegenwärtigen sozialen Netzwerken jedoch nur schwach (wenn überhaupt) vorhanden.

Bei der Nutzung der Netze stellt dies den Anwender mitunter vor folgende Probleme:

  • Anwender gehören heute meist unterschiedlichen sozialen Gruppen und Netzwerken an. Fehlt das Zusammenspiel zwischen diesen Netzen, müssen Nutzer sich immer wieder neu registrieren und ihre Informationen und Daten auf jeder Plattform erneut bereitstsellen.
  • Der Austausch von Informationen zwischen den Plattformen ist beeinträchtigt.

Durch den Austausch von Informationen und Daten zwischen einzelnen Netzwerken könnten Anwender und Betreiber gleichermaßen profitieren. Die Einführung einer dezentralisierten Architektur sozialer Netze ist eine mögliche Lösung dieses Problems, wie in dem Bericht des W3C ausgeführt wird.

Mobile Nutzung sozialer Netzwerke

Die mobile Nutzung sozialer Netze wird zukünftig eine immer bedeutendere Rolle spielen. Bereits heute greifen mehr als 557 Millionen Anwender mit mobilen Geräten auf das Internet zu. Es muss also auch im Bereich der sozialen Netzwerke darum gehen, ein möglichst einheitliches, den Standards entsprechendes Angebot zu schaffen, dass den speziellen Anforderungen der mobilen Endgeräte gerecht wird.

mwiEntsprechende Standards und Empfehlungen für die Gestaltung des mobilen Internets wurden bereits in Form der Mobile Web Best Practices durch die Mobile Web Best Practices Working Group (MWI) als Teil der Mobile Web Initiative (MWI) des W3C veröffentlicht. Hinter den Standards steht die Idee einer einzigen Webseite oder Anwendung, die auf möglichst allen kompatiblen Geräten möglichst identische Ergebnisse liefert.

Eine besondere Bedeutung im Rahmen der mobilen Nutzung bekommen zukünftig auch die kontextabhängigen Informationen der Nutzer: Dazu zählen etwa Geodaten sowie Informationen über zeitliche, räumliche und soziale Zusammenhänge, in sich der Anwender gerade befindet.

Das Ziel wird es hier sein, deratige Informationen mit der Nutzung sozialer Netze zu verknüpfen.